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Meine politische Laufbahn begann ich 1981 als Mitglied der SPD-Fraktion
im Kreistag des Werra-Meißner-Kreises.
Seit dieser Zeit bin ich für meine Fraktion in verschiedenen
Funktionen im Kreisparlament tätig.
Von Beginn an beschäftige ich mich mit der Schulpolitik. So
ist in diesem Zeitraum der Schulentwicklungsplan mehrmals fortgeschrieben
worden.
Intensive Beratungen zur Schulentwicklung, der enge Kontakt mit
den einzelnen Schulen, die vielen Gespräche mit Schulleitungen,
Lehrerinnen, Lehrern und Eltern sind wichtige Erfahrungen für
meinen politischen Hintergrund, die ich nie missen möchte.
Im Bereich der Bildungspolitik kam hinzu, dass ich in den ersten
Jahren auch Mitglied der Verbandsversammlung bei der Volkshochschule
Eschwege war. Die Erwachsenenbildung ist und war ein wichtiger Pfeiler
für lebenslang organisiertes Lernen.
Dies wird immer wichtiger in einer Zeit, in der immer mehr davon
abhängt, wie viel der Einzelne bereit ist sich weiter zu bilden,
welche Teilhabe an der Entwicklung der Gesellschaft er insgesamt
nehmen will und auch welche beruflichen Perspektiven sich dauerhaft
erschließen.
Die Volkshochschulen leisten auf diesem Sektor eine unverzichtbare
Arbeit. Die Volkshochschulen in Eschwege und Witzenhausen sind bekannt
für ihre Kreativität, für ihre Innovationsfähigkeit
und damit verbunden auch für ihre Beliebtheit bei tausenden
von Menschen, die jährlich ihre Lehrgänge besuchen.
Selbstverständlich ist auch die Finanzpolitik eine wesentliche
Grundlage des Arbeitens auf kommunaler Ebene. Gerade deshalb bin
ich seit vielen Jahren Mitglied des Finanzausschuss.
In der Zeit von 1989 bis 1993 war ich Mitglied des Kreisausschusses
und damit als ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter tätig. Die
Informationen und Kenntnisse, die ich in dieser Zeit aus der Perspektive
der Verwaltung gewinnen konnte, waren sehr hilfreich auch bei späteren
Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozessen. Gerade der Kreisausschuss
ist auch ein Kollegialorgan, denn hier sind weniger die politischen
Fraktionen oder gar politische Fronten gefordert, sondern das sach-
und ergebnisorientierte Zusammenarbeiten Aller.
Dabei kommt es darauf an, dass möglichst Viele ihre jeweiligen
Sachkenntnisse einbringen können, dass auch eine regionale
Ausgewogenheit der Beigeordneten gegeben ist. Für die SPD sind
wir sehr stolz darauf, dass es uns gelungen ist, mittlerweile auch
immer wieder Frauen für diese verantwortungsvolle Tätigkeit
zu gewinnen und in dieses Gremium entsenden zu können.
Seit 1997 bis heute bin ich Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion,
nachdem ich von 1993 bis 1997 die stellvertretende Funktion ausübte.
In dieser verantwortungsvollen und durchaus auch zeitaufwendigen
Funktion kommt es u.a. darauf an, dass wir die Themen, über
die der Kreistag in eigener Kompetenz zu entscheiden hat, auch sehr
sachkundig, politisch klug und vorausdenkend angehen.
Gemeinsam mit der FDP-Fraktion stellen wir die Mehrheit im Kreistag.
Von 61 Sitzen gewann die SPD bei der letzten Wahl 30 Sitze, die
FDP stellt 3 Abgeordnete. Die enge Kooperation mit dem Vorsitzenden
der FDP-Fraktion, Herrn Ekkehard Götting, stellt sich als überaus
konstruktiv und freundschaftlich dar. Dies schließt allerdings
nie aus, dass wir auch versuchen bei Entscheidungen eine breitere
Zustimmung herbeizuführen.
In der Kommunalpolitik kommt es weniger darauf an, den politischen
Gegner schlecht aussehenzu lassen, sondern dass man gemeinsam nach
den besten Lösungen sucht für die Kommune bzw. den Kreis.
Von daher bin ich sehr interessiert daran und freue mich auch darüber,
dass die Arbeit auf dieser kommunalen Ebene meist getragen ist von
gegenseitiger Akzeptanz, von dem Ringen um die bestmögliche
Lösung der kommunalen Probleme.
Dabei spielte die Verlässlichkeit auf unseren Koalitionspartner
FDP eine große Rolle. Wir haben ein Stück zeitgeschichtliches
Relikt gewissermaßen bewahrt. Sozialliberale Koalitionen sind
relativ selten geworden, unsere dauert seit 1974 bis heute an und
hat sich durch all die unterschiedlichen Zeiten hindurch immer wieder
bewährt.
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