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Wurzeln
Um einen Einblick zu vermitteln, wo meine Wurzeln
sind, möchte ich Ihnen ein wenig aus meinem Lebenslauf erzählen:
Geboren und aufgewachsen bin ich in Rothenkirchen (heute Gemeinde
Burghaun im Kreis Fulda). Das dörfliche Leben in den fünfzigern
und anfangs der sechziger Jahre prägte meine ersten Lebenserfahrungen.
Einen Großteil des regen Vereinslebens meines Heimatortes
spielte sich in der Gastwirtschaft meiner Eltern ab, die außerdem
eine Metzgerei besaßen. Hier sind die Wurzeln meiner ausgeprägten
Vereinstätigkeiten, die bis heute anhalten, zu finden.
Ich war damals in nahezu allen Vereinen
meines Geburtsdorfes aktiv und half in der Metzgerei und der Gastwirtschaft
häufig meinen Eltern.
Fussball
Besonders
der Fußball hatte es mir angetan: Ich spielte recht erfolgreich
in verschiedenen Jugend- und Auswahlmannschaften.
Wahrscheinlich war es die Liebe zum Sport, die mich dann auch zum
Studium dieses Faches bewegte. Während der Studienzeit in Gießen,
von 1968 - 1974, spielte ich dann u.a. für den VfB Gießen
und später ein Jahr bei der Eintracht Wetzlar, selbstverständlich
auch bei meinem Heimatverein "Roland" Rothenkirchen. Dem
Fußball bin ich in anderer Funktion treu geblieben als Coach
der Landtagself.
Politische
Gehversuche
Politisch war ich von Kindheit an äußerst
interessiert an geschichtlichen Themen, mit denen ich mich zum Teil
auch literarisch befasste. Das politische Handwerk erlernte ich
gewissermaßen als Klassensprecher und später auch als
Mitglied im Schulsprecherteam auf dem Wigbert-Gymnasium in Hünfeld,
welches ich von 1960 bis 1968 besuchte. Später betätigte
ich mich während des Studiums auch als Sprecher für den
Fachbereich Sport über mehrere Semester hinweg.
Das Studium war geprägt durch die typischen Strömungen
und Bewegungen der s.g. "68er-Zeit". Mit großem
politischen Interesse und auch engagierter Selbstorganisation betrieben
wir mit einer Gruppe von Sportstudenten ein überaus tiefreichendes
Studium im Bereich der Sportwissenschaften, aber auch in Germanistik
und Politik. Dabei waren unsere Einstellungen und unsere Aktivitäten
zwar nie revolutionär, jedoch geprägt von einem hochmotivierten
Reformeifer, die Studieninhalte und insbesondere auch die Lehrerausbildung
einer neuen Zeit anzupassen.
In
der SPD Farbe bekennen
Angesteckt
durch die Umbrüche und Reformen jener Jahre wurde ich mehr
und mehr politisiert und dabei auch auf die politischen Parteien
verwiesen. Da blieb es dann auch nicht aus politisch "Farbe
zu bekennen": 1972 trat ich in die SPD ein, noch in meinem
heimatlichen Ortsverein Rothenkirchen.
Die politische Arbeit in der SPD begann ab 1976 in meinem neuen
Heimatort Eschwege. Dorthin war ich im Februar diesen Jahres gemeinsam
mit meiner Ehefrau gezogen, um meine erste Stelle als Studienrat
an der Friedrich-Wilhelm-Schule (Gymnasium) in Eschwege anzutreten.
Von Anfang an betätigte ich mich dabei in der Arbeit des Ortsvereins,
besonders bei der Vorbereitung und Durchführung der Wahlkämpfe.
1981 wurde ich dann vom Eschweger SPD-Ortsverein für den Kreistag
des Werra-Meißner-Kreises nominiert, dem ich bis heute angehöre.
Seit dieser Zeit habe ich in vielen Ausschüssen mitgearbeitet
und bin nunmehr seit 1997 Fraktionsvorsitzender meiner Partei. Dazu
kam bald die Arbeit auch im Vorstand des SPD-Unterbezirks Werra-Meißner,
dem ich seit Mitte der 80er Jahre bis heute angehöre. Den Vorsitz
der SPD im Werra-Meißner-Kreis übernahm ich im Jahre
1989, nach 14 Jahren als Vorsitzender gab ich diese wichtige und
interessante Funktion im April 2003 ab an Stefan Reuß, unseren
heutigen Landrat. Seit April 2008 ist Dirk Oetzel aus Hessisch Lichtenau
der neue Vorsitzende.
Politik
als Beruf
In
dieser so wichtigen ehrenamtlichen politischen Arbeit über
viele Jahre hinweg liegen die Wurzeln und auch die Beweggründe,
dass nunmehr seit 1995 die Politik zu meinem Beruf wurde. Die Übernahme
eines Mandats für den Hessischen Landtag ist gewissermaßen
das Ergebnis einer bis in die Kindheit zurückreichenden Sozialisierung,
dem Vorhandensein einer Neugierde und eines Antriebes für Politik.
Die wenige Freizeit, die in den Jahren bis heute geblieben ist,
gestalte ich am liebsten mit meiner Familie, treibe noch ein wenig
Freizeitsport (z.B. Nordic Walking), um mich körperlich fit
zu halten. Dazu kommen immer wieder Besuche bei unterschiedlichen
kulturellen Veranstaltungen, damit auch der Geist die notwendige
Fitness erfährt.
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