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Mein
Arbeitstag im Wahlkreis beginnt in der Regel um 7.30 Uhr in meinem
Büro. Dazu zählt die Lektüre der beiden Heimatzeitungen,
der HNA Witzenhausen und der Werra-Rundschau
aus Eschwege, dazu verschiedene überregionale Zeitungen. Die
Telefonate beginnen meist um 8.00 Uhr, und bis 9.00 Uhr sind bereits
eine Menge davon erledigt. Mit Behörden im Werra-Meißner-Kreis,
mit Gemeinden, mit Bürgermeistern, aber auch mit Privatpersonen,
die in den unterschiedlichsten Angelegenheiten Unterstützung
und Hilfe von mir gegenüber staatlichen oder auch kommunalen
Behörden wünschen.
Meine Mitarbeiterin Sabine Schneider ist
ab 8.00 Uhr ebenfalls im Büro, und es beginnt die übliche
Arbeit mit Diktaten, mit dem Abstimmen von Terminen, mit Gratulationen
für Jubiläen und Geburtstagen und vielem anderen mehr.
Häufig kommt es vor, dass auch im Laufe des Vormittags Termine
im Wahlkreis wahrzunehmen sind, wo zu bestimmten Themen und Problemen
insbesondere die Bürgermeister mich einladen, um vor Ort zu
klären, mit welchen Schritten und Maßnahmen man gemeinsam
diese Probleme angehen kann und wo seitens des Landes eine entsprechende
Hilfestellung notwendig ist. In günstigen Fällen ist es
dann möglich, dass ich gemeinsam mit meiner Familie gegen 14.00
Uhr Mittag esse.
Die Nachmittage spielen sich ähnlich ab wie die Vormittage,
es sind viele Schreiben notwendig, es sind auch viele Vorgänge
auf Grund der Wiedervorlage erneut zu bearbeiten. Häufig stehen
am Nachmittag auch Termine im Wahlkreis an.
Hinzu kommt die zusätzliche Belastung durch die ehrenamtliche
kommunalpolitische Arbeit. Als Fraktionsvorsitzender der SPD im
Kreistag des Werra-Meißner-Kreises fallen vielfältige
Arbeiten an. In den unterschiedlichen Politikbereichen muss man
sich einarbeiten, muss immer auf dem letzten Stand der jeweiligen
Informationen sein. Es ist Abstimmung erforderlich mit dem Landrat,
mit dem Ersten Beigeordneten, es sind Koalitionsgespräche zu
führen, es sind die Fraktionssitzungen pünktlich vor-
und nachzubereiten und ganz besonders die Kreistags- und die jeweiligen
Ausschusssitzungen.
Für
die Themen, die in Wiesbaden behandelt werden, muss zu Hause
eine gründliche Lektüre stattfinden. Hier sind insbesondere
die überregionalen Wochenzeitungen zu lesen und zu bearbeiten,
die in Richtung Bildungs- und Schulpolitik immer wieder Themenschwerpunkte
setzen und auch Trends aufzeigen, denen wir uns parlamentarisch
stellen müssen. Abends sind dann häufig Sitzungen in den
verschiedenen Gremien wahrzunehmen, angefangen von Fraktionssitzungen
im Kreistag über Sitzungen des Unterbezirksvorstandes, es sind
Einladungen aus den SPD Ortsvereinen wahrzunehmen und insbesondere
auch Einladungen von Vereinen und Verbänden, die z.B. ein Jubiläum
feiern oder die ein Fachgespräch wünschen.
Eine durchschnittliche Arbeitszeit in jeder Woche von 60 und mehr
Stunden ist die Grundlage. Man muss berücksichtigen, dass auch
an den Wochenenden Termine wahrzunehmen sind und kaum ein Wochenende
vergeht, ohne dass samstags und auch immer wieder sonntags Ausstellungen
stattfinden, Jubiläen oder Geburtstagsfeierlichkeiten und Sportveranstaltungen,
denen ich mich gerne zuwende und zu denen ich häufig als Ehrengast
eingeladen bin.
Man sieht: Ein buntes Arbeitsleben kennzeichnet den typischen Alltag
eines Politikers.
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