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Pressemeldung vom 20.01.2012
 

Vielseitige Biomasse

Nordhessenrunde zu Gast bei SEEGER Engineering

"Im Bereich der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz könnten bis zum Jahr 2020 etwa 20.000 neue Arbeitsplätze in Nordhessen entstehen." Dies sagte Thomas Krause, Vorstandsvorsitzender der Seeger AG, während der jüngsten Nordhessenrunde der nordhessischen SPD-Landtagsab-geordneten in Hessisch Lichtenau. Um diese Arbeitskräftenachfrage decken zu können, erfordere es besonderer Anstrengungen nicht nur die jungen Menschen in der Region zu halten, sondern auch außerhalb der Region die Zukunftschancen in Nordhessen zu verdeutlichen.

Das Ingenieurbüro Seeger hat sich auf den Bau von Biomassekraftwerken spezialisiert. "Die Bedeutung der Biomasse wird leider noch unterschätzt", bedauerte er. Heute stammten mehr als 60 Prozent der erneuerbaren Energien in Deutschland aus Biomasse.
Die Entwicklung des Unternehmens und seine vielfältige personale Verwobenheit mit der Welt der Erneuerbaren machten dem Vorstandsvorsitzenden dennoch Mut: An der Entwicklung von 45 der 250 bis 300 großen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Deutschland, die mit fester Biomasse betrieben werden, war Seeger beteiligt. Ein weiterer Geschäftsbereich sind Biobrennstoffproduktionen. Nun will Seeger die Internationalisierung vorantreiben und eigene Kraftwerksstandorte entwickeln, wo der Energiebedarf und das Energievorkommen groß sind. Das Unternehmen will die Anlagen nicht nur konzipieren, sondern auch betreiben und betreuen. Umsatz und Ertrag sollen bis zur Mitte der Dekade jährlich um 20 Prozent wachsen.

"Die Seeger AG gehört mit zu den Vorreitern und Wegbereitern der Erneuerbaren Energien in Nordhessen", sagte die Sprecherin der Nordhessenrunde, Brigitte Hofmeyer und würdigte damit das Unternehmen, das "in vorbildlicher Weise ökologische, soziale und ökonomische Verantwortung übernimmt". Der örtliche Abgeordnete Lothar Quanz wies darauf hin, dass bei Seeger regionale Investitionen getätigt würden, um regionale Finanzströme freizusetzen. Das Energieszenario der Zukunft heiße dezentral, ergänzte Quanz. Biomasse könne als fester, flüssiger oder gasförmiger Energieträger verwendet werden. Sie sei eine vielseitige Energieform - und ihr Angebot sei nicht von schwankenden Winden und Sonneneinstrahlung abhängig. Außerdem könne die Nutzung von Biomasse die Entwicklung ländlicher Räume fördern.