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Vielseitige Biomasse
Nordhessenrunde
zu Gast bei SEEGER Engineering
"Im
Bereich der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz könnten
bis zum Jahr 2020 etwa 20.000 neue Arbeitsplätze in Nordhessen
entstehen." Dies sagte Thomas Krause, Vorstandsvorsitzender
der Seeger AG, während der jüngsten Nordhessenrunde der
nordhessischen SPD-Landtagsab-geordneten in Hessisch Lichtenau.
Um diese Arbeitskräftenachfrage decken zu können, erfordere
es besonderer Anstrengungen nicht nur die jungen Menschen in der
Region zu halten, sondern auch außerhalb der Region die Zukunftschancen
in Nordhessen zu verdeutlichen.
Das Ingenieurbüro
Seeger hat sich auf den Bau von Biomassekraftwerken spezialisiert.
"Die Bedeutung der Biomasse wird leider noch unterschätzt",
bedauerte er. Heute stammten mehr als 60 Prozent der erneuerbaren
Energien in Deutschland aus Biomasse.
Die Entwicklung des Unternehmens und seine vielfältige personale
Verwobenheit mit der Welt der Erneuerbaren machten dem Vorstandsvorsitzenden
dennoch Mut: An der Entwicklung von 45 der 250 bis 300 großen
Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Deutschland, die mit fester
Biomasse betrieben werden, war Seeger beteiligt. Ein weiterer Geschäftsbereich
sind Biobrennstoffproduktionen. Nun will Seeger die Internationalisierung
vorantreiben und eigene Kraftwerksstandorte entwickeln, wo der Energiebedarf
und das Energievorkommen groß sind. Das Unternehmen will die
Anlagen nicht nur konzipieren, sondern auch betreiben und betreuen.
Umsatz und Ertrag sollen bis zur Mitte der Dekade jährlich
um 20 Prozent wachsen.
"Die Seeger AG
gehört mit zu den Vorreitern und Wegbereitern der Erneuerbaren
Energien in Nordhessen", sagte die Sprecherin der Nordhessenrunde,
Brigitte Hofmeyer und würdigte damit das Unternehmen, das "in
vorbildlicher Weise ökologische, soziale und ökonomische
Verantwortung übernimmt". Der örtliche Abgeordnete
Lothar Quanz wies darauf hin, dass bei Seeger regionale Investitionen
getätigt würden, um regionale Finanzströme freizusetzen.
Das Energieszenario der Zukunft heiße dezentral, ergänzte
Quanz. Biomasse könne als fester, flüssiger oder gasförmiger
Energieträger verwendet werden. Sie sei eine vielseitige Energieform
- und ihr Angebot sei nicht von schwankenden Winden und Sonneneinstrahlung
abhängig. Außerdem könne die Nutzung von Biomasse
die Entwicklung ländlicher Räume fördern.

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