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Pressemeldung vom 19.01.2011
 

Sichere Qualität heimischer Nahrungsmittel - Im Werra-Meißner-Kreis gibt es längst Antworten auf den Dioxin-Skandal

Bei einem Besuch in der Jausenstation in Großalmerode-Weißenbach konnten sich Lothar Quanz, Vizepräsident im Hessischen Landtag und Henry Thiel, Erster Kreisbeigeordneter im Werra-Meißner-Kreis von einem beispielhaften Modell gesunder Lebensmittelproduktion überzeugen. "Beispielhaft können wir hier ein Modell erleben wie die Kunden sicher sein können, dass sie gute Qualität bekommen, dass lückenlose Kontrollen diese Qualität garantieren und dass gleichzeitig die konkrete Verantwortung für gesunde Lebensmittel in den Betrieben vor Ort wahrgenommen werden", fasste Quanz das Ergebnis zusammen.
Ähnlich wie die Jausenstation arbeiteten auch andere Betriebe im Werra-Meißner-Kreis in sog. Geschlossenen Wirtschaftskreisläufen. Quanz erwähnte u.a. den Teichhof in Grandenborn oder Andreas Klosterbrauerei in Eschwege. Das Prinzip sei letztlich das Gleiche: Heimische Grundnahrungsmittelerzeuger schließen sich mit Veredlern und letztlich den Vermarktern zu einer geschlossen Produktionskette zusammen, damit wird Wirtschaftskraft im Werra-Meißner-Kreis gestärkt, es werden Arbeitsplätze erhalten, Kaufkraft bleibt in unserer Region und letztlich profitieren Kunden von der Qualität gesund erzeugter Lebensmittel.

Am Beispiel der Jausenstation könne man nachvollziehen, woher das Schweinefleisch für die Wurstproduktion komme, woher das Rindfleisch, von welchem Erzeuger die Eier, von welchen Produzenten die Kuhmilch oder die Ziegenmilch für die Produktion des heimischen Käses komme. "Alle stehen wir in gegenseitiger Verantwortung für die Qualität unserer Produkte, wir alle haben ein großes eigenes Interesse, dass eben keine manipulierten Lebensmittel auf den Markt kommen, sondern wir sichern unsere Existenz gerade auch durch das Vertrauen, das wir immer wieder durch die Qualität unserer Produkte gegenüber unseren Kunden aufbauen," erklärte Hans-Jürgen Müller von Gut Fahrenbach, einem mit dem "Bioland Qualitätssiegel" zertifizierten Betrieb.

Gerade der Dioxin-Skandal habe deutlich gemacht, dass andere Herstellungs- und Vermarktungsverfahren als die großindustrielle Produktion von Nahrungsmitteln möglich und notwendig seien, um Verbrauchern eine Alternative anzubieten. Die Beispiele im Werra-Meißner-Kreis zeigten, dass dies ökonomisch erfolgreich sein könne, dass solche Beispiele auch weitere Nachfolger finden könnten, erhofft sich Quanz.
"Gerade auch für unsere Entwicklung im Tourismus sind diese Betriebe der Direktvermarktung bzw. die Gewissheit, dass die Besucher Produkte nur aus heimischer Herstellung bekommen, ein besonderes Merkmal für unsere ländliche Region. Selbstverständlich sind wir stolz auf unsere "Ahle Worscht", aber mittlerweile zeigen viele Anbieter, dass es darüber hinaus viele weitere attraktive Lebensmittelangebote gibt, die für unsere Region werbewirksam vermarktet werden können. Hier sehe ich weitere Chancen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung und zusätzliche Arbeitsplätze," ergänzte Erster Kreisbeigeordneter Henry Thiele.