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Sichere Qualität heimischer Nahrungsmittel
- Im Werra-Meißner-Kreis gibt es längst Antworten auf
den Dioxin-Skandal
Bei einem Besuch in
der Jausenstation in Großalmerode-Weißenbach konnten
sich Lothar Quanz, Vizepräsident im Hessischen Landtag und
Henry Thiel, Erster Kreisbeigeordneter im Werra-Meißner-Kreis
von einem beispielhaften Modell gesunder Lebensmittelproduktion
überzeugen. "Beispielhaft können wir hier ein Modell
erleben wie die Kunden sicher sein können, dass sie gute Qualität
bekommen, dass lückenlose Kontrollen diese Qualität garantieren
und dass gleichzeitig die konkrete Verantwortung für gesunde
Lebensmittel in den Betrieben vor Ort wahrgenommen werden",
fasste Quanz das Ergebnis zusammen.
Ähnlich wie die Jausenstation arbeiteten auch andere Betriebe
im Werra-Meißner-Kreis in sog. Geschlossenen Wirtschaftskreisläufen.
Quanz erwähnte u.a. den Teichhof in Grandenborn oder Andreas
Klosterbrauerei in Eschwege. Das Prinzip sei letztlich das Gleiche:
Heimische Grundnahrungsmittelerzeuger schließen sich mit Veredlern
und letztlich den Vermarktern zu einer geschlossen Produktionskette
zusammen, damit wird Wirtschaftskraft im Werra-Meißner-Kreis
gestärkt, es werden Arbeitsplätze erhalten, Kaufkraft
bleibt in unserer Region und letztlich profitieren Kunden von der
Qualität gesund erzeugter Lebensmittel.
Am Beispiel der Jausenstation
könne man nachvollziehen, woher das Schweinefleisch für
die Wurstproduktion komme, woher das Rindfleisch, von welchem Erzeuger
die Eier, von welchen Produzenten die Kuhmilch oder die Ziegenmilch
für die Produktion des heimischen Käses komme. "Alle
stehen wir in gegenseitiger Verantwortung für die Qualität
unserer Produkte, wir alle haben ein großes eigenes Interesse,
dass eben keine manipulierten Lebensmittel auf den Markt kommen,
sondern wir sichern unsere Existenz gerade auch durch das Vertrauen,
das wir immer wieder durch die Qualität unserer Produkte gegenüber
unseren Kunden aufbauen," erklärte Hans-Jürgen Müller
von Gut Fahrenbach, einem mit dem "Bioland Qualitätssiegel"
zertifizierten Betrieb.
Gerade der Dioxin-Skandal
habe deutlich gemacht, dass andere Herstellungs- und Vermarktungsverfahren
als die großindustrielle Produktion von Nahrungsmitteln möglich
und notwendig seien, um Verbrauchern eine Alternative anzubieten.
Die Beispiele im Werra-Meißner-Kreis zeigten, dass dies ökonomisch
erfolgreich sein könne, dass solche Beispiele auch weitere
Nachfolger finden könnten, erhofft sich Quanz.
"Gerade auch für unsere Entwicklung im Tourismus sind
diese Betriebe der Direktvermarktung bzw. die Gewissheit, dass die
Besucher Produkte nur aus heimischer Herstellung bekommen, ein besonderes
Merkmal für unsere ländliche Region. Selbstverständlich
sind wir stolz auf unsere "Ahle Worscht", aber mittlerweile
zeigen viele Anbieter, dass es darüber hinaus viele weitere
attraktive Lebensmittelangebote gibt, die für unsere Region
werbewirksam vermarktet werden können. Hier sehe ich weitere
Chancen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung und zusätzliche
Arbeitsplätze," ergänzte Erster Kreisbeigeordneter
Henry Thiele.

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