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Pressemeldung vom 23.02.2010
 


Landtagsvizepräsident besucht Amt in Eschweg
Lothar Quanz informiert sich im Amt für Bodenmanagement über die Flurbereinigungsverfahren zur Unterstützung der A 44

Eschwege - Über den Stand der Flurbereinigungsverfahren im Bereich der A 44 informierten der Amtsleiter Gerhard Rohde und der Fachbereichsleiter der Flurbereinigungsbehörde Lothar Seeger den Landtagsvizepräsidenten Lothar Quanz in der Außenstelle des Amtes für Bodenmanagement in Eschwege.
Das Regierungspräsidium Kassel habe nahezu im gesamten Bereich der A 44 die Flurbereinigungsverfahren beantragt. Außerdem auch für die im Zusammenhang der A 44 stehenden Bundesstraßen im Bereich von Reichensachsen (Nordumgehung B 452) und der sogenannten Verflechtungsstrecke B 27 zwischen der Nordumgehung B 452 und der A 44, da diese als Nebenkorridor ebenfalls Bestandteil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit seien.

Im vollen Gange, so konnte sich Lothar Quanz überzeugen, sind bereits die Flurbereinigungsverfahren von Hessisch Lichtenau über Walburg, Hollstein, Küchen Hasselbach, Harmuthsachsen bis einschließlich östlich von Waldkappel. Die östlich von Walburg gelegenen Abschnitte der A 44 würden zwar beklagt, die Flurbereinigungsbehörde habe aber schon in 2009 sämtliche Besitzregelungen im Konsens mit den Grundstückseigentümern vorgenommen.
"Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen", so Gerhard Rohde, "dass nach Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes über die Klagen gegen die Planfeststellungsbeschlüsse der Baubeginn dieser Abschnitte der A 44 unverzüglich erfolgen kann."
Man wird oft gefragt - wozu denn Flurbereinigung? Es gibt doch nur noch ein paar Landwirte.
Die Flurbereinigungsverfahren entlang der A 44 unterstützen sicher diese Landwirte durch ein neues Wegenetz und durch die Neuaufteilung der Grundstücke. Insbesondere werden die Eigentumsrechte in diesen speziellen Verfahren gestärkt. Diejenigen Grundstückseigentümer, die Flächen in der Trasse oder für naturschutzrechtliche Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen verlieren, müssen ihre Flächen nicht verkaufen. Sie haben im Flurbereinigungsverfahren Anspruch auf Austauschflächen.

Der Fachbereichsleiter Lothar Seeger weiß um die Unwägbarkeiten eines Flurbereinigungsprozesses, der nur sehr selten über einen Landstrich kommt. "Wir hoffen mit allen Grundstückseigentümern einvernehmliche Lösungen zu finden" gibt Seeger ein sehr ehrgeiziges Ziel aus und ergänzt: "Für umfangreiche Auseinandersetzungen, die gar in Klagen münden, haben wir keine Zeit und auch schlichtweg zu wenig Personal".
Zusammenfassend so Lothar Quanz gegenüber unserer Zeitung: "Flurbereinigung unterstützt einen schnelleren Baubeginn der A 44 durch ein sozialverträgliches Bodenmanagement, minimiert die Eingriffe durch die Autobahn auf das Wegenetz und die landwirtschaftlichen Eigentumsstrukturen und bietet vielfältige Möglichkeiten der Unterstützung von kommunalen (flächenbeanspruchenden) Infrastruktureinrichtungen wie beispielsweise Rad- und Wanderwegen, Freizeit- und Tourismuseinrichtungen."
Abschließend informierte Amtsleiter Gerhard Rohde den Landtagsabgeordneten über weitere Aktivitäten des Amtes für Bodenmanagement, insbesondere über die Unterstützung der Landkreise und Gemeinden im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel, z. B. beim Aufbau von Leerstandskatastern und den Herausforderungen zur Innenentwicklung der Dörfer.