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Landtagsvizepräsident besucht Amt in Eschweg
Lothar Quanz informiert sich im Amt für Bodenmanagement
über die Flurbereinigungsverfahren zur Unterstützung der
A 44
Eschwege - Über
den Stand der Flurbereinigungsverfahren im Bereich der A 44 informierten
der Amtsleiter Gerhard Rohde und der Fachbereichsleiter der Flurbereinigungsbehörde
Lothar Seeger den Landtagsvizepräsidenten Lothar Quanz in der
Außenstelle des Amtes für Bodenmanagement in Eschwege.
Das Regierungspräsidium Kassel habe nahezu im gesamten Bereich
der A 44 die Flurbereinigungsverfahren beantragt. Außerdem
auch für die im Zusammenhang der A 44 stehenden Bundesstraßen
im Bereich von Reichensachsen (Nordumgehung B 452) und der sogenannten
Verflechtungsstrecke B 27 zwischen der Nordumgehung B 452 und der
A 44, da diese als Nebenkorridor ebenfalls Bestandteil des Verkehrsprojektes
Deutsche Einheit seien.
Im
vollen Gange, so konnte sich Lothar Quanz überzeugen, sind
bereits die Flurbereinigungsverfahren von Hessisch Lichtenau über
Walburg, Hollstein, Küchen Hasselbach, Harmuthsachsen bis einschließlich
östlich von Waldkappel. Die östlich von Walburg gelegenen
Abschnitte der A 44 würden zwar beklagt, die Flurbereinigungsbehörde
habe aber schon in 2009 sämtliche Besitzregelungen im Konsens
mit den Grundstückseigentümern vorgenommen.
"Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen", so Gerhard
Rohde, "dass nach Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes
über die Klagen gegen die Planfeststellungsbeschlüsse
der Baubeginn dieser Abschnitte der A 44 unverzüglich erfolgen
kann."
Man wird oft gefragt - wozu denn Flurbereinigung? Es gibt doch nur
noch ein paar Landwirte.
Die Flurbereinigungsverfahren entlang der A 44 unterstützen
sicher diese Landwirte durch ein neues Wegenetz und durch die Neuaufteilung
der Grundstücke. Insbesondere werden die Eigentumsrechte in
diesen speziellen Verfahren gestärkt. Diejenigen Grundstückseigentümer,
die Flächen in der Trasse oder für naturschutzrechtliche
Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen verlieren, müssen ihre
Flächen nicht verkaufen. Sie haben im Flurbereinigungsverfahren
Anspruch auf Austauschflächen.
Der Fachbereichsleiter Lothar Seeger weiß
um die Unwägbarkeiten eines Flurbereinigungsprozesses, der
nur sehr selten über einen Landstrich kommt. "Wir hoffen
mit allen Grundstückseigentümern einvernehmliche Lösungen
zu finden" gibt Seeger ein sehr ehrgeiziges Ziel aus und ergänzt:
"Für umfangreiche Auseinandersetzungen, die gar in Klagen
münden, haben wir keine Zeit und auch schlichtweg zu wenig
Personal".
Zusammenfassend so Lothar Quanz gegenüber unserer Zeitung:
"Flurbereinigung unterstützt einen schnelleren Baubeginn
der A 44 durch ein sozialverträgliches Bodenmanagement, minimiert
die Eingriffe durch die Autobahn auf das Wegenetz und die landwirtschaftlichen
Eigentumsstrukturen und bietet vielfältige Möglichkeiten
der Unterstützung von kommunalen (flächenbeanspruchenden)
Infrastruktureinrichtungen wie beispielsweise Rad- und Wanderwegen,
Freizeit- und Tourismuseinrichtungen."
Abschließend informierte Amtsleiter Gerhard Rohde den Landtagsabgeordneten
über weitere Aktivitäten des Amtes für Bodenmanagement,
insbesondere über die Unterstützung der Landkreise und
Gemeinden im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel, z. B. beim
Aufbau von Leerstandskatastern und den Herausforderungen zur Innenentwicklung
der Dörfer.

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